Freitag, 18. November 2011

Die Qual der Wahl...

... vor der ich jetzt stehe...

Letzten Mittwoch, gegen 17 Uhr, habe ich die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Niedersachsen bekommen. Das ist ja eigentlich ein Grund zur Freude, aber irgendwie ist diese bei mir gedämmt.
Das hängt wohl damit zusammen, dass ich zunächst nicht meinen Wunschort bekommen habe: Hannover. Aber dafür bin ich im "Nachbarkaff" Wunstorf gelandet. Wenigstens etwas. Ich habe auch gehört, dass die Ausbildung in kleineren Studienseminaren, was Wunstorf wohl ist, eigentlich gar nicht mal so schlecht ist. Und in Hannover kann ich wohl trotzdem wohnen... Dennoch habe ich einen Umsetzungsantrag gestellt. Wäre schon cooler, direkt in Hannover zu wohnen, direkt bei meinem Schatz ♥ Und nicht so wie jetzt, in einem Vorort der großen Stadt...

Naja, das ist ein Grund, warum die Freude gedämmt ist. Aber damit kann ich mich langsam anfreunden. Ein anderer ist eher: Meine Familie und meine Freunde. Es wird mir so schwer fallen, mich von ihnen zu verabschieden... Aber anders: Ich werde hier immer mein zu Hause haben und auch meine Freunde - denn die wollen alle in Berlin ihr Referendariat machen...

Es gibt so viele Gründe, die dafür sprechen, dass ich mein Referendariat in Niedersachsen mache: Längeres Referendariat, bessere Bezahlung.Verbeamtung, mein Freund... 
Ich denke, dass ich mich innerlich auch schon darauf einstelle und mich auch darauf freue. Endlich eine eigene Wohnung, auf eigenen Beinen stehen, das eigene Leben leben. Aber es wird mir so schwer fallen! Mich endlich aus dem Nest fallen zu lassen... Aber irgendwann muss es ja so weit sein, ich kann ja nicht ewig zu Hause wohnen... Und irgendwie ist der Gedanke ja schon aufregend, komplett neu anzufangen... Neuer Lebensabschnitt, neue Erfahrungen, neuer Beruf, neue Stadt, neue Menschen, neue Schule, neue Schüler, neue Bildung etc.

Was soll ich nur machen? Was mache ich, wenn ich nun doch eine Zusage aus Berlin noch bekomme? Würfeln? Münze werfen? Auf meinen Kopf hören? Auf mein Herz hören?

Ich wünsche mir, dass es zu einer eindeutigen Entscheidung kommt, sodass ich diese Qual der Wahl nicht habe.

Denn ich kenn mich, ich bin zu feige das Gewohnte, den alten Trott aufzugeben und einfach mal was neues auszuprobieren... Oder habe ich einfach Angst davor, meine Entscheidung zu bereuen? 
Aber: Was habe ich denn schon zu verlieren? Meine Familie ist immer für mich da... Und ich habe die Möglichkeit, mein Leben neu zu gestalten...

Ach, wenn's doch nur ein bisschen leichter wäre... Aber ich glaube, "so spielt das Leben".

Oder?

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