Montag, 9. April 2012

... und nun kommen Panikattacken und Angst hinzu...

Ja, es ist soweit. Nun suchen mich auch Panikattacken heim -_- Als ob ich nicht schon genug Probleme hätte ö__ö 
Zumal ich mich frage, warum das so ist. Jetzt im Moment, in dem ich diesen Blogeintrag schreibe, geht's mir eigentlich ganz gut. Ich faulenze und vertrödele die Zeit. Aber wenn ich dran denke, dass ich meinen Unterrichtsentwurf noch fertig machen muss und mir überlegen muss, wie ich in Sachunterricht nach den Ferien wieder einsteige, weil ja manches wiederholt und sogar noch gesichert werden muss, dann überkommt mich ein kaltes Grauen - oder wie man das auch sagt.
Ich weiß nicht warum. Es ist doch eigentlich gar nicht so schlimm. Ich plane halt was und wenn's schief geht, dann geht's halt schief. Ich lerne doch noch. Aber wenn ich dann höre, dass ich unprofessionell und inkompetent wirke, dann beschäftigt mich das doch schon sehr, wenn's schief läuft. 
Ach, ich wünschte es würde ein bisschen besser laufen. Das würde mir doch schon genügen. Wenn's einfach so laufen würde, dass ich meinen Unterricht plane, die Kinder was lernen und ich auch noch Freizeit habe. Das würde mich doch schon ein bisschen glücklicher machen.
Zumindest bin ich jetzt nicht mehr so arg traurig wie letzte Woche ( auch wenn ich ein bisschen sentimental werde, wenn ich dran denke, dass ich vor einer Woche um diese Zeit bei meiner Oma saß :( Aber jetzt hab ich ja meinen Schatzi neben mir :) )


Naja, ich bin echt gespannt wie der Start in den nächsten Abschnitt wird. Und ich hoffe echt, dass ich beim Unterrichtsbesuch meiner Pädagogikseminarleitung ein positives Feedback erhalte, dass mich darin verstärkt, Lehrerin werden zu wollen. Wenn ich hören würde, dass ich diesen Beruf vielleicht nicht ausüben sollte - das wäre denke ich eine mittlere Katastrophe für mich. Immerhin sind nun schon 4 Jahre für diese Ausbildung ins Land gegangen. Und dann zu hören, dass ich das nicht kann wäre schrecklich D: Also, hoffen wir mal, dass es  anders wird. 
Aber hätten dann nicht schon meine Dozenten bei meinen Besuchen im Praktikum gesagt, dass ich das besser nicht machen sollte? Die meinten nämlich, dass ich das ganz gut mache. Und die eine sagte sogar, dass ich sehr souverän wirke. Naja, ich bin gespannt ö_ö  


Ich hoffe, ich werde nächste Woche nicht allzu deprimiert sein u__u


Nun werde ich erstmal versuchen, etwas für die Schule zu machen - auch wenn meine Motivation dafür gleich gen 0 geht. Ich würde lieber zeichnen und malen und.... 
Ach, alles andere halt machen als etwas für die Schule zu machen...


Naja, bis zum nächsten Blog!

Donnerstag, 5. April 2012

Traurigkeit macht sich breit...

Oh ja, seit ganz langem mal wieder ein Blog-Eintrag von mir.
Das liegt unter anderem daran, dass ich echt kaum noch dazu komme, während des Refs irgendwas privates zu machen bzw. groß Zeit darin zu investieren. Wenn ich mal Zeit habe, wird die gleich anders genutzt.

Momentan sitze ich in meinem Zimmer zu Hause. Erst jetzt, wo ich mal eine Weile nicht hier war, wird mir bewusst, wie wichtig mir doch dieses Zimmer - in dem ich knapp 12 Jahre gelebt habe - geworden ist. Ich habe so verdammt viel in diesem Zimmer erlebt. Ich weiß, das klingt seltsam / lustig / komisch / whatever. Aber es ist so. Auch viele prägende Erlebnisse. Und nun, bin ich nur noch wochenweise in meinem Zimmer. Nicht mehr jeden Tag und nur mal ne Woche weg zu meinem Schatz.
Überhaupt. Diese alte Gewohnheit fehlt. Jeden Tag in meinem Bett aufzuwachen, meinen Schatzi zu vermissen, aber meine Freunde Familie bei mir zu haben. Ich will grad überhaupt nicht ins Bett gehen. Denn wenn ich aufwache, dann habe ich wieder nur noch ein paar Stunden hier bis mein Zug wieder fährt. Dann sehe ich meine Lieben wieder für Tage, Wochen, sogar Monate nicht.
Mir fehlt diese alte Zeit. Diese alte Gewohnheit. Aber daran muss ich mich gewöhnen. Alles ändert sich. Nichts bleibt, wie es war. Wie lautet doch ein Spruch: Man lebt zu sehr in der Vergangenheit und verschwendet soviele Gedanken an die Zukunft, dass wir vergessen, in der Gegenwart zu leben. Und die Gegenwart zu genießen.
Ich erinnere mich gut. Vor ca. einem Jahr begann ich ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen, mein Referendariat in Hannover zu machen. Auch um endlich ganz bei meinem Freund sein zu können. Und der Gedanke gefiel mir wirklich gut: Endlich selbstständiger sein, das Leben in die eigene Hand nehmen, eigenes Geld verdienen, bei meinem Freund sein und endlich mit dem Beruf durchstarten. Ich mochte diesen Gedanken und wurde dabei auch richtig aufgeregt. Ich wollte das unbedingt. Aber je näher der Zeitpunkt rückte, umso trauriger wurde ich. Weil mir auch bewusster wurde, was sich alles ändern würde und was ich dafür in Kauf nehme. Gerade jetzt merke ich auch, wie ich teilweise darunter leide.
Viele Tränen sind in den letzten Monaten geflossen. Und mein Herz ist an vielen Tagen schwer. Und es gibt viele Tage, an denen ich die Zeit zurück drehen möchte, damit ich noch zur Uni gehen kann, mit meinen Freunden ins Kino gehen kann, mich auf die Zeit mit meinem Schatz freuen kann. Aber die Zeit ist vorbei und der Ernst des Lebens hat angefangen.
Und der Ernst hat mich eiskalt erwischt. So eiskalt, dass es Momente und Tage gibt, an denen ich mich frage, ob das hier wirklich der richtige Weg ist. Ob das wirklich das ist was ich will. Oder anders: Habe ich überhaupt die Kraft dazu? Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir die Kraft und die Luft fehlt, dass mir alles aus den Händen gleitet. Aber ich wollte es so und da muss ich jetzt durch. Und ich bin mir sicher, dass es mich auch hier in Berlin so eiskalt hätte erwischen können.
Was sagte meine Mama neulich zu mir: Ich soll mir mein Leben doch mal anschauen. Das ist doch super: Ich habe einen Job, ich habe Geld und ich habe einen wunderbaren Mann an meiner Seite der zu mir hält, mich unterstützt und mir auch die Kraft gibt, um das alles durchzuhalten. Und meine Mama hat Recht. Mein Leben ist doch wunderbar. Ich habe all das, von dem viele von Träumen. Und ich habe eine wunderbare Familie, die immer hinter mir steht. Die hat zwar unheimliche Macken an der einen oder anderen Stelle, aber gerade das macht meine Familie aus. Ich liebe meine Familie. Und ich liebe mein Leben. Und es gibt halt diese einen und anderen Phasen im Leben, die verdammt schwer sind. Aber auch die werde ich meistern. Hoffe ich. Aber ich habe so viele, die zu mir halten und mich unterstützen. Und ich bin froh, dass ich diese Menschen habe, denn ohne sie, wäre ich total verloren.
Wenn ich morgen wieder nach Hause fahre, dann fängt wieder der Ernst des Lebens an. So fast zumindest. Noch habe ich eine Schonfrist. Aber dann geht der tägliche Stress wieder los. Aufstehen, unterrichten, nach Hause fahren, Unterricht vorbereiten, ins Bett gehen und wieder aufstehen. Ach und zwischendurch noch essen.
Ich wünsche mir wirklich, dass ich es schaffe, alles so zu organisieren, dass ich auch Verschnaufpausen habe, in denen ich entspannen kann. Sonst wird's echt richtig hart für mich. Und ich muss lernen, abschalten zu können.
Ich könnte jetzt in diesem Moment gerade heulen. Ich will zu Hause bleiben, meinen Schatz hier haben. Aber das geht nicht. Ich muss alle wieder hier lassen... Ab in mein neues Leben zurück.
Ich bin müde. Und ich will auch schlafen. Aber ich will auch weinen. Irgendwie ist mir danach...

Aber wenn ich auf dieses Bild schaue, was hier neben mir auf dem Schreibtisch steht, dann freu ich mich auch auf morgen. Denn dann habe ich endlich den Menschen wieder, auf den ich so lange gewartet habe und der mein Leben komplett macht. (Schatz, ich liebe dich!)

Ach, auch die schwierige Zeit geht vorbei.Und dann kann ich mit meinem Schatzi losstarten. Und alle sind bei mir.

Und ich glaube daran.

Ich glaube daran, dass es da jemanden gibt, der immer für mich da ist und der mir hilft, wenn ich die Hilfe brauche. Der's mir ein bisschen leichter macht. Und mir meine Herzenswünsche erfüllt.

Das hat er bis jetzt immer gemacht.

Und wenn ich mir wünsche, dass....
dann wird er mir auch das erfüllen.
Da bin ich mir sicher.